• Fabian Pongs

Die Wirbelsäule



"Stell dir einen gegliederten beweglichen Stab vor, der aus festen Elementen besteht zwischen denen kleinere gummiartige Kissen liegen, welche alle zusammen durch verschieden lange Bänder zusammengehalten werden. So in etwa ist die Wirbelsäule aufgebaut."




Der Mensch besitzt 24 bewegliche Wirbel, die sich in 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel und 5 Lendenwirbel unterteilen. An den beweglichen Teil der Wirbelsäule schließen sich nach unten das Kreuzbein und das Steißbein an. Das Kreuzbein ist eine Verschmelzung von ursprünglich 5 Wirbeln. Zwischen diesen einzelnen Wirbelkörpern liegen die sogenannten Bandscheiben, gallertartige Kissen, die vor allem eine stoßdämpfende Funktion haben. Die Wirbelkörper selbst sind über viele kleine Muskeln und Bänder miteinander verknüpft und sehr beweglich.

Durch diese Bänder verlaufen sehr viele Nervenfasern und Schmerzrezeptoren, wodurch es bei Druck auf diese Bänder – etwa durch eine Vorwölbung der Bandscheiben – zu starken Schmerzen kommen kann.


Die Bandscheibe selbst besteht aus einem äußeren Ring von Bindegewebsfasern und einem inneren Faserknorpel sowie Gallertkern. Aufgrund seiner speziellen biochemischen Zusammensetzung besitzt der Gallertkern die Fähigkeit, reichlich Wasser zu binden. Er kann somit seine Aufgabe als Stoßdämpfer oder „Wasserkissen“ optimal erfüllen. Wird die Bandscheibe belastet, nimmt der Gallertkern die Belastung auf und verteilt sie durch seine Verformung gleichmäßig auf die ganze Bandscheibe. Dies trifft jedoch nur auf den Idealfall einer gleichmäßigen Belastung zu, sollte die Bandscheibe ungleichmäßig belastet werden, etwa durch starkes Vorbeugen, weicht der Gallertkern zu der weniger stark belasteten Seite aus und dringt eventuell in vorhandene Risse im Faserring ein.

Das besondere an den Bandscheiben (und am Knorpel allgemein) ist, dass dieses Gewebe keine Blutgefäße besitzt.

Die Versorgung der Bandscheiben erfolgt über eine „Schwammfunktion“, indem sie bei Belastung Wasser und Schlackstoffe abgibt und bei Entlastung wie ein Schwamm Wasser und Nährstoffe aufnimmt. Demzufolge ist durch alleiniges Gehen schon eine Ernährung der Bandscheiben gewährleistet, wobei die Bandscheibe Schritt für Schritt be- und entlastet wird.

Daher ist auch klar warum langes Sitzen oder einseitige Belastung so schädlich für die Bandscheiben ist, da sie nur die Bandscheiben zusammendrückt - also „auspresst“ - aber nicht wieder entlastet, was auf Dauer zu einer Unterversorgung und Degeneration der Bandscheiben führen kann.

Dies kann auf lange Sicht zu einer Bandscheibenvorwölbung (Protrusion) oder sogar zu einem Bandscheibenvorfall (Prolaps) führen.


95% aller Bandscheibenvorfälle treten in der unteren Lendenwirbelsäule auf. Bei einem Bandscheibenvorfall durchdringt Gewebe des Gallertkerns die verschleißbedingten Risse des Faserringes und drängt entweder gegen das hintere Längsband vor, das zwischen Bandscheibe und Rückenmark liegt, oder es durchdringt es bzw. quillt seitlich daran vorbei gegen das Rückenmark oder die Nervenwurzel. Dies geht einher mit starken Kreuz- oder Rückenschmerzen, bei Druck auf die Nerven sogar mit Ausstrahlung in Beine oder Arme. Bei weiterem Verlauf können Gefühlsstörungen, Lähmungen und Abschwächung der Reflexe auftreten. Die Störungen entsprechen jeweils den Bereichen, die der durch das Bandscheibengewebe bedrängte Nerv versorgt.


Was ist zu tun?


Nun erst einmal sollte vor allem Präventiv an die Sache herangegangen werden, das heißt Bewegung, selbst wenige Minuten am Tag, können schon Bandscheibenvorfälle verhindern. Einfaches Aufstehen und zum Drucker oder Kaffeeautomaten Gehen, am Beispiel des Büroarbeitsplatzes, kann schon dafür sorgen dass nicht in naher Zukunft Rückenschmerzen auftreten. Sonst hilft auch Arbeitsplatzgymnastik, oder gelegentliches Strecken, verdrehen oder „Stuhlwippen“.

Ist es erst einmal zu einem Bandscheibenvorfall gekommen, so muss dieser zunächst rehabilitativ und, sollte es keine Besserung geben, sogar eventuell operativ behandelt werden. Von daher ist ein frühes Erkennen und Vorsorgen essenziell, um seine Gesundheit möglichst lange erhalten zu können. Außerdem schont es den Geldbeutel ;)


Habt ihr noch Fragen zu dem Thema? Oder hattet ihr selbst schon einmal mit Rückenbeschwerden zu tun?


Schreibt unten in die Kommentare, ich freue mich auf eure Antworten.


Bis dahin,


Fabian

BodyXperts

Fabian Pongs

Auf dem Backenberg 14

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